GF Casting Solutions Leipzig GmbH eröffnet innovatives 3D - Kerndruckzentrum

06.06.2018 16:00

Mit neuem Namen und neuem 3D-Druck Zentrum fit für die Zukunft: Seit Mai 2018 heisst die Georg Fischer Division GF Automotive, nun weltweit GF Casting Solutions, so auch das Werk mit über 250 Mitarbeitenden in Leipzig, das gerade mit einem neuen Innovationszentrum in die Serienfertigung im 3D-Druck von Sandkernen startet.

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Bild: M. Heinrich, Geschäftsführer GF Casting Solutions Leipzig GmbH (3.v.r) und E. Bader, Geschäftsführer ExOne GmbH (3.v.l.) nehmen gemeinsam mit den Mitarbeitenden den offiziellen Produktionsstart des 3D Kern- und Formdruckers vor.

Im Rahmen der Strategie 2020 konnte der Leipziger Standort der GF Casting Solutions AG (Schweiz) 2016 die Divisionsleitung mit seinem schlüssigen Konzept zur Investition in einen 3D - Seriendrucker für Sandkerne überzeugen. Mit neuem Produktsegment (Hydraulik), ersten Serienaufträgen und der Idee sowohl Innovationscenter als auch Prototypenlieferant für alle anderen Giessereien der GF Division zu werden, erhielt der Standort im Südwesten von Leipzig den Zuschlag für eine umfassende Investition.

„Der Kalthärtende Phenol 3D-Drucker in Leipzig ist der zweite seiner Art in Deutschland und bundesweit der erste, der in der Serienproduktion eingesetzt wird“, so Matthias Heinrich, Geschäftsführer von GF in Leipzig.

Mit dieser Investition wird der Innovationsvorsprung des Standortes langfristig gesichert. In vielen industriellen Anwendungen oder Fahrzeugen steckt ein Stück GF aus Leipzig: Die Gussteile in den Gewichtsklassen zwischen 100 – 1.000 kg werden zum Beispiel für LKW, Baumaschinen, Land- und Forstwirtschaft, Solarparks oder Windkraftanlagen, Schienenfahrzeuge, den allgemeinen Maschinenbau und nun auch für Hydraulik gefertigt.

Für die Kunden von GF Casting Solutions zeigen sich die Vorteile der 3D Druck-Technologie in Zeit- und Kostenersparnissen bei Prototypen und Ersatzteilen, erhöhter Prozesssicherheit (Wegfall von Kernmontagen) und nahezu unbegrenzten Gestaltungsmöglichkeiten für die Konstrukteure.

Auf rund 1.500 m² entstanden 2017 mehrere hochmoderne Produktionshallen in denen nun mit drei Mitarbeitenden rund um die Uhr (24/7) Kerne im Kalt-Print Verfahren (Kalten Phenolharz-Prozess (KHP)) gedruckt werden können. Der 3D-Druck ist ein Produktionsprozess, bei dem Schichten übereinandergelegt werden, um einen dreidimensionalen festen Gegenstand aus einem digitalen Modell zu erstellen. Zum Einsatz kommt ein S-Max Drucker der Firma ExOne aus Gersthofen in der Nähe von Augsburg mit zwei Wechseldruckboxen der Bauraumgröße 1.800 x 1.000 x 700 mm.

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